«Im Alpha»-Sein! Warum es wichtig ist, dass wir im Bindungstanz die Führung übernehmen

Bindung ist ein Tanz, in dem es im Kern darum geht, dass die Erwachsenen Fürsorge anbieten und die Kinder & Jugendlichen sich «für-sorgen» lassen. Wir Erwachsene brauchen Bindungsmacht, um Kindern und Jugendlichen in unserer VUCA*-Welt Orientierung, Schutz und Wärme anzubieten.
Simona Zäh zeigt in im Video-Beitrag anschaulich, was sie unter einem «dienenden Alpha» versteht und wie sich Bindungsmacht von unserem alltäglichen Machtbegriff unterscheidet.

**VUCA = steht für Volatility (Volatilität), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit)

 

Zur Vertiefung:

  • Blog-Eintrag "Mächtig, um zu dienen". Ein Plädoyer für ein neues Verständnis von Hierarchie, Macht und Leadership – nicht «nur» in unseren Familien, sondern auch in Schulen und Unternehmen
  • Podcast-Folge #20: Wie Beziehung in Lernsettings gelingt (2/4): Bindungsmacht oder was Bindung macht
  • Podcast-Folge #23: Kinder unter 7 verstehen (1/7): (Klein-)Kinder - von Natur aus unreif

 

 


Kinder und Jugendliche verstehen - Einblicke in den bindungsbasierten Ansatz für Elternbildner:innen

In dieser Video-Serie gibt Simona Zäh vom Kompetenz-Zentrum bindungsbasiert.ch Fachpersonen kurze, kompakte und knackige (Ein-)Blick durch die Brille des bindungsbasierten Entwicklungsansatzes.

Folge 1: Vorsicht Bindungshunger! Das eine Bedürfnis, das alle anderen übertrumpft
 

«Kinder & Jugendliche von innen heraus verstehen» - das hat sich bindungsbasiert.ch auf die Fahne geschrieben: Wir blicken in dieser Serie also hinter die Kulissen des Verhaltens und fragen uns, was unsere Kinder und Jugendlichen innerlich antreibt – was also bspw. hinter Aggression oder Aufmerksamkeitsproblemen steckt.

Zum Ansatz: Der bindungsbasierte Entwicklungsansatz wurde von Prof. Dr. Gordon Neufeld begründet. Gordon Neufeld war Gefängnispsychologe, Professor für Psychologie an der University of British Columbia in Vancouver und gesuchter Therapeut für Kinder, Jugendliche, Eltern und Paare in eigener Praxis. Insbesondere seine Arbeit mit jungen Delinquenten und das Eintauchen in eine Kultur der Aggression und Gewalt trieben ihn dazu an, diese Dynamiken von innen heraus zu verstehen.

Der bindungsbasierte Entwicklungsansatz ist als evidenzbasierte Theorie ein wissenschaftlicher Ansatz: Gordon Neufeld steht auf den Schultern von vielen «Riesen» - das heisst von vielen Wissenschaftler:innen und Theorien, die vor ihm kamen und deren Arbeit als Puzzleteile das Gesamtbild ausmachen. Die Tiefenpsychologie spielt hier eine ebenso wichtige Rolle wie die Bindungstheorie von Bowlby/Ainsworth aus den 70er Jahren - und ganz wichtig: Der bindungsbasierte Entwicklungsansatz stimmt auch mit der aktuellen neurologischen Forschung überein.

Mehr dazu unter www.neufeldinstitute.org
Mehr zum Ansatz unter www.bindungsbasiert.ch/videos

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