Wie sähe das Hoffnungsbaromenter der Elternbildung aus?
In einem herausfordernden Umfeld, in dem Elternbildung noch nicht die Anerkennung und Unterstützung geniesst, die sie aufgrund ihrer gesellschaftlichen Relevanz verdient und benötigt, erleben wir Elternbildner:innen und Anbieter:innen von Elternbildung, die sich trotz unzulänglicher Ressourcen für die Elternbildung einsetzen, Elternbildungsveranstaltungen und Elternbildungstage mit grossem Einsatz und ehrenamtlich realisieren.
Wir erleben jedoch auch Elternbildner:innen, die sich enttäuscht und erschöpft aus ihrem Einsatz zur Förderung der Erziehungskompetenzen zurückziehen oder kurz davorstehen.
In den verschiedenen Austausch-Gefässen und Gesprächen mit Elternbildner:innen und Elternbildungs-Organisationen wurden immer wieder Hoffnungen und Wünsche geäussert. Der meistgenannte Wunsch nach mehr Anerkennung und Visibilität mündet in den Wunsch, adäquate zur Verfügung stehende finanzielle und personale Ressourcen zu erhalten. Ressourcen, die es ermöglichen, die Elternbildung aufzubauen, die Qualität zu sichern, zu entwickeln und in die Erreichbarkeit der Eltern zu investieren. Ressourcen, damit wir die Eltern in der Schweiz nicht allein lassen und sie in ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen können.
Immer wieder hören wir auch von der wichtigen Rolle, die Elternbildung CH für die kantonalen Elternbildungsstellen und Elternbildungs-Organisationen einnimmt: Unser Engagement für die Entwicklung der Elternbildung und unsere Vernetzungsarbeit wird geschätzt. Wir hören, wie wichtig es ist, dass die Fäden aus allen Landesteilen bei uns zusammenfinden und wir so die Interessen der Elternbildung in der Schweiz besser vertreten können.
Und worauf hofft die Elternbildung? Wir hoffen aktiv auf nichts Geringeres als auf eine Gesellschaft, welche die Beziehungs- und Erziehungsleistungen von Eltern anerkennt und, gemessen an der erheblichen Bedeutung für die Gesellschaft, alles daransetzt, eine gelingende Erziehung und damit die damit verbundene Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit allen Mitteln zu unterstützen und zu fördern.
Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen gute Gesundheit, inspirierende Begegnungen, Mut und Kraft, sich weiterhin für das, was Ihnen wertvoll und sinnvoll erscheint, einzusetzen.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die mit Elternbildung CH ein Stück des Weges gegangen sind und hoffe, mit Ihnen diesen Weg auch im neuen Jahr fortsetzen zu dürfen. Besonderer Dank und Wertschätzung gilt unseren Co-Präsident:innen Danca Zurbriggen-Lehner und Nik Gugger sowie dem gesamten Vorstand für sein ehrenamtliches Engagement und insbesondere den Mitarbeitenden von Elternbildung CH.
Daniela Melone